Erfahrung mit Sildenafil Erfahrungsberichte über Medikamente mit den Wirkstoff "Sildenafil"

Sildenafil-Generika: Wie erfolgreich sind die Nachahmerpräparate?

Viagra mit seinem Wirkstoff Sildenafil war im Jahre 1998 das erste oral einzunehmende Potenzmittel in der Geschichte der Medizin. Erektionsstörungen, die bis dahin als rein psychologisches Problem verschrien waren, ließen sich auf einmal effektiv behandeln. Die Folge: Experten mussten zugeben, dass viele Männer eben doch aufgrund körperlicher Gebrechen Potenzprobleme haben.

Sildenafil-Generika: Wie erfolgreich sind die Nachahmerpräparate?Die blaue Pille hat jedoch einen Nachteil: Die Krankenkassen kommen nicht für die Kosten auf, sodass Patienten selbst in die Tasche greifen müssen – und das nicht zu knapp. Wer wirklich auf Viagra angewiesen war, der musste für ein erfülltes Liebesleben viel investieren.

Entsprechend sehnsüchtig erwartet wurden die Sildenafil-Generika, die nach Ablauf des Patentschutzes von zahlreichen Herstellern auf den Markt gebracht wurden. Generika kosten nur einen Bruchteil des Originalpreises, da die Hersteller keinen neuen Wirkstoff entwickeln müssen (= keine Forschungskosten), erzielen aber die gleiche Wirkung wie das Original.

Im folgenden Artikel beleuchten wir etwas näher, wie erfolgreich Sildenafil-Generika überhaupt sind. Haben sie das Originalprodukt erfolgreich verdrängt? Oder wird Viagra immer noch gekauft? Wie haben sich die Generika auf andere Potenzmittel mit anderen Wirkstoffen ausgewirkt? 

So steigerte der Ablauf des Patentschutzes die Verkaufszahlen

Bis Juni 2013 hat Pfizer jeden Monat rund 50.000 Packungen des Potenzmittels Viagra an den Mann gebracht. Von Januar bis Mai 2013 waren es zwischen 49.000 und 54.000 Packungen.

Im Juni 2013 kam es dann bereits zur ersten Steigerung: Statt 50.000 Packungen, wurden auf einmal 61.000 Packungen sildenafilhaltiger Medikamente verkauft. Dieser Trend hielt an – es kam zu monatlichen Steigerungen der Verkaufszahlen. Im Dezember 2013 verkauften Pharmakonzerne beispielsweise 141.500 Packungen sildenafilhaltiger Medikamente. Dabei handelte es sich bei 131.600 Packungen um Sildenafil-Generika, nur noch bei 9.900 Packungen handelte es sich um das originale Viagra.

Zusammenfassend lässt sich also sagen, dass Viagra der große Verlierer ist – Generika werden aufgrund des Preises weitaus häufiger gekauft. Des Weiteren fällt auf, dass auf einmal viel mehr Männer zu Potenzmitteln greifen. Hier zeigt sich, dass sie – obwohl vermutlich Bedarf bestand – aufgrund des Preises auf das Lifestyle-Medikament verzichtet haben.

Mehr Verkäufe bedeuten nicht mehr Umsatz

Eine nahezu Verdreifachung der Verkaufszahlen lässt vermuten, dass der Umsatz für sildenafilhaltige Medikamente in die Höhe geschossen ist. Dem war aufgrund des geringen Preises der Generika jedoch nicht so.

Vor Ablauf des Patentschutzes erzielte Pfizer mit Viagra rund 4,5 Millionen Euro Umsatz im Monat. Im Dezember, als fast die dreifache Menge solcher Potenzmittel verkauft wurde, betrug der gesamte Umsatz für alle Sildenafil-Generika lediglich 5,3 Millionen Euro.

Diese Zahlen sind logisch, da der hohe Umsatz durch Viagra-Verkäufe weggefallen ist, wohingegen niedrige Umsätze durch Generika hinzukamen.

Auch Konkurrenten Cialis und Levitra haben zu kämpfen

Doch nicht nur Viagra selbst leidet unter den zahlreichen Generika – auch andere Potenzmittel mit ganz anderen Wirkstoffen büßen Verkaufszahlen ein. Das sind beispielsweise Cialis, Levitra und Spedra. Von diesen drei Potenzmitteln existieren aufgrund noch laufender Patente noch keine günstigen Alternativen, weshalb es nicht verwunderlich ist, dass viele Männer zu Sildenafil gewechselt sind.

Doch wie sehen die konkreten Zahlen eigentlich aus? Im Januar 2013, vor Ablauf des Patentschutzes, machte der Wirkstoff Sildenafil 29 Prozent aller Potenzmittelverkäufe aus. Im Dezember 2013 waren es hingegen satte 58 Prozent. Es haben also nicht wenige Männer einen Wechsel von Tadalafil, Vardenafil und Avanafil gewagt.

All diese Ergebnisse verdeutlichen, wieso auch Pfizer selbst ein Generikum mit Sildenafil auf den Markt gebracht hat. Schließlich ließen sich die sinkenden Verkaufszahlen von Viagra auf diese Weise zumindest teilweise reduzieren.

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