Sildenafil & Bluthochdruck

Kann man mit Sildenafil mit Bluthochdruck einnehmen? Es bestehen nur geringe Risiken im Zusammenhang von einem erhöhten Blutdruck und der Einnahme von Potenzmittel wie Sildenafil oder dem Original Viagra. Dennoch gilt es auf einige Faktoren zu achten.
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Sehr häufig ist davon zu lesen, dass der Wirkstoff Sildenafil nicht verwendet werden darf, wenn der Patient unter bestimmten HerzKreislaufErkrankungen leidet. Besonders häufig werden dabei blutdrucksenkende Medikamente erwähnt. Das stimmt allerdings nur bedingt, denn nur manche Blutdrucksenker sollten nicht mit Sildenafil kombiniert werden. 

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    Kann man Sildenafil mit Bluthochdruck einnehmen?

    Grundsätzlich Ja, denn der Wirkstoff Sildenafil hat einer Blutdrucksenkende Wirkung. Patienten mit niedrigen Blutdruck haben dagegen ein erhöhtes Risiko für gefährliche Wechselwirkungen. Daher sollten bekannte Probleme mit dem Blutdruck stets beim Arztbesuch oder der Online Diagnose erwähnt werden. 

    Wenn Männer dagegen nur an einem leicht erhöhten Blutdruck leiden, wird Sildenafil keine negativen Auswirkungen haben. Ganz im Gegenteil, der Wirkstoff sorgt für eine Senkung des Blutdrucks. Daher ist es eher geduldet mit erhöhten Blutdruck als mit zu tiefen Blutdruck das Potenzmittel einzunehmen. 

    Sildenafil mit Blutdrucksenkern

    Auch in Kombination mit Sildenafil, dürfen blutdrucksenkende Medikamente eingenommen werden.

    Hierbei kommt es vor allem darauf an, ob es sich um Nitrate handelt oder nicht. Der Grund: Nitrate und Sildenafil können kombiniert zu einem starken Blutdruckabfall führen. Dies kann bis zur Ohnmacht führen und sollte daher dringend vermieden werden.

    Bekannte Nitrathaltige Medikamente:

    Achtung: Grundsätzlich sollten Patienten dennoch bei jedem Medikament einzeln prüfen, ob es mit Sildenafil zusammen eingenommen werden darf. Hierfür eignet sich entweder die Befragung eines Apothekers, eines Arztes oder aber das gründliche Lesen des Beipackzettels. Auch auf einer Online Klinik sollte erwähnt werden, welche Medikamente eingenommen werden.

    Was darf mit Sildenafil eingenommen werden?

    Nitrate sind nicht die einzigen Medikamente, die nicht gleichzeitig mit Sildenafil eingenommen werden dürfen. Zusätzlich müssen Patienten auch bei den folgenden Medikamenten aufpassen und die Einnahem mit dem Arzt genauer besprechen.

    Mittel gegen pulmonale arterielle Hypertonie

    Bei Bosentan handelt es sich um ein Medikament zur Behandlung von pulmonaler arterieller Hypertonie. Bei dieser Krankheit handelt es sich um einen erhöhten Blutdruck innerhalb des Lungenkreislaufs. Sildenafil kann die Nebenwirkungen verstärken.

    Mittel gegen Prostatavergrößerung

    Auch Mittel gegen eine vergrößerte Prostata können in Kombination mit Sildenafil zu einem gefährlich niedrigen Blutdruck führen. Mittel, die in diese Kategorie gehören, sind beispielsweise Alfuzosin, Doxazosin und Terazosin.

    Mittel gegen HIV und Hepatitis C

    Zahlreiche Medikamente, die bei HIV oder Hepatitis C verwendet werden, können zu ungewünschten Wechselwirkungen mit Sildenafil führen. Wirkstoffe aus dieser Kategorie können die Konzentration von Sildenafil im Blutkreislauf erhöhen.

    Antibiotika & Antimykotika

    Auch manche Antibiotika und Antimykotika (das sind Mittel gegen Pilzinfektionen) können die Wirkung von Sildenafil verstärken. Bekannt hierfür sind Clarithromycin, Erythromycin, Itraconazol, Ketoconazol & Voriconazol.

    Mittel gegen Magensaftüberproduktion

    Auch das Medikament Cimetidin darf nicht in Kombination mit Sildenafil eingenommen werden. Es droht eine Verstärkung der Wirkung.

    Andere PDE-5-Hemmer

    Selbstverständlich darf Sildenafil nicht kombiniert mit anderen PDE-5-Hemmern eingenommen werden.

    Medikamente bei Bluthochdruck & Impotenz

    Bei stark erhöhten Blutdruck, bleibt den meisten Fällen Patienten die Behandlung mit Blutdrucksenkern nicht aus. 

    Sollte der Bluthochdruck als Auslöser für die erektile Dysfunktion einhergehen, sollte sorgfältig überlegt werden, welche Wirkstoffe eingesetzt werden. Manche Blutdrucksenker können nämlich auch der Auslöser für die Erektionsstörungen sein. 

    Beta-Blocker

    Häufig werden Bluthochdruckpatienten mit Betablockern behandelt. Diese Wirkstoffe standen lange Zeit im Verdacht Impotenz auszulösen oder diese zu verstärken. Neueste Studien konnten hier allerdings teilweise eine Entwarnung aussprechen und ordneten diesen Effekt als psychologischen Nebeneffekt ein. 

    Dennoch gelten Betablocker im Bereich der Impotenz als bedenkliche Wahl. Sollten Erektionsstörungen seit Beginn der Einahem von Beta-Blocker auftreten, kann der Wechsel auf ein anderes Medikament vorgeschlagen werden. 

    Diuretika (Wassertabletten)

    Entwässerungsmittel welche auch Diuretika genannt werden, können Erektionsstörungen verstärken. Dadurch dass dem Körper Wasser entzogen wird, wird auch das Blutvolumen im Genitalbereich verringert. Dadurch kann folglich auch weniger Blut in die Schwellkörper fließen. Das ausbleiben einer Erektion ist daher eine logische Schlussfolgerung. 

    Ein geringeres Risiko wird dagegen den ACE-Hemmern zugeschrieben. Auch Kalziumantagonisten und Sartane stehen nicht in Verdacht eine Erektionsstörung auszulösen oder zu verstärken.

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    Autor: Jens Weber
    Autor: Jens Weber

    Tätigkeit: Medizinredakteur aus Hamburg. 
    Status: Experte durch Journalismus im Bereich der Medizin & Studienanalyse.

    Inhalt aktualisiert am: 25. April 2020

    Autorenprofil

    Quellen:

    • Report of erectile dysfunction after therapy with beta-blockers is related to patient knowledge of side effects and is reversed by placebo. In: European Heart Journal Bd. 24 (2003). S. 1928 – 1932
    • Effect of Regular Sildenafil on Blood Pressure and Arterial Function in Hypertension – clinicaltrials.gov
    • Silvestri, Antonello; Galetta, Pasquale; et. al.: Report of erectile dysfunction after therapy with beta-blockers is related to patient knowledge of side effects and is reversed by placebo. In: European Heart Journal Bd. 24 (2003). S. 1928 – 1932